SPD Mittelsachsen

100 Tage im Amt: Ein erster Rückblick unseres neuen Vorsitzenden Jürgen Kretzschmar

Allgemein

Genau 100 Tage im Amt
bin ich heute am 2. November 2019, nachdem ich am 25. Juli d.J. zum Vorsitzenden
des Ortsvereins Freiberg gewählt wurde. Ich erlaube mir heute einen Rückblick auf
dieses Vierteljahr ohne dabei Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Und ich sage
meine Meinung, die selbstverständlich nicht von allen Mitgliedern geteilt werden
muss.

Ich fühlte mich geehrt, als ich nach meiner Bereitschaft gefragt wurde, dieses Amt zu
übernehmen. Ich habe anfangs gezögert, denn so wie die SPD im Sommer d.J.
dastand und z.T. heute auch noch dasteht, gibt sie kein gutes Bild in der
Öffentlichkeit ab. Zum Beispiel fragte mich der erste Vertreter dieser Stadt, ob er mir
gratulieren oder mich bedauern solle.
Fast jeder der älteren Parteimitglieder hat sich sicher in den letzten Monaten oder
Jahren mal die Frage gestellt, ob die SPD die richtige Partei für ihn ist. Ich habe mir
selbst diese Frage beantwortet. Ja, die SPD ist die richtige Partei, weil sie am
meisten meinen politischen Überzeugungen entspricht, selbst wenn ich mich nicht
mit allen Entwicklungen und Meinungen identifizieren kann. Aber meckern allein hilft
nicht, man muss auch etwas tun und Verantwortung übernehmen. Und das
Parteibuch hinzuwerfen, ist die schlechteste Variante.
Stark beeindruckt hat mich der Wahlkampf zur Kommunal- und Landtagswahl
unserer jüngeren Parteimitglieder. Die Einsatzbereitschaft, die dabei gezeigt wurde,
verdient Respekt und Anerkennung. Leider waren die Wahlergebnisse nicht so, wie
wir sie uns vorgestellt haben. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle nochmals
unseren gewählten Abgeordneten im Stadtrat Alena und Simone Raatz sowie Arnd
Böttcher und Simone Raatz im Kreistag gratulieren. Die Gratulation geht
selbstverständlich auch an Jens Härtig (Großhartmannsdorf), Hans-Jürgen Fischer
(OT Zug) sowie alle anderen Gewählten. Und auch unser Landtagskandidat
Alexander Geißler hätte ein besseres Ergebnis verdient. Unabhängig davon geht
meine Gratulation auch an die gewählten Landtagsabgeordneten der SPD.
Als Mitglied der Landeskontrollkommission weiß ich, dass das schlechte
Abschneiden der SPD bei den Landtagswahlen Konsequenzen in der Struktur der
Landespartei und bei den Finanzen haben wird. Hauptamtliche Mitarbeiter könnten
ihren Job verlieren und Parteibüros geschlossen werden. Nach jetzt vorliegenden
Informationen wird es aber die Mitarbeiter der Regionalgeschäftsstelle in Chemnitz
und unser Büro in der Horngasse nicht betreffen. Wünschen wir unserer
Landtagsfraktion mal ein glückliches Händchen bei den laufenden
Koalitionsverhandlungen in Dresden.
Als Ortsvereinsvorstand haben wir uns vorgenommen, unsere Mitglieder
regelmäßig zu informieren, Bürgerinformationen und –beratungen im Parteibüro und
an anderen Orten wöchentlich durchzuführen und öffentliche Informationsstände an
jedem dritten Donnerstag im Monat in der Stadt aufzubauen. Man soll die Freiberger
SPD nicht nur vor Wahlen in der Öffentlichkeit sehen!
An jedem 11. eines Kalendermonats trifft sich unser Stammtisch um 19.00 Uhr in
der „Stadtwirtschaft“. Dazu sind ausdrücklich Partei- und Nichtparteimitglieder
eingeladen.

Unsere Vorstandssitzungen finden grundsätzlich parteioffen statt. Die Termine sind
auf unserer Internetseite www.spd-freiberg.de zu finden.

Als nächster Höhepunkt auf Bundesebene steht vor uns die Wahl der beiden neuen
Bundesvorsitzenden. Obwohl die Kandidatin der sächsischen SPD Petra Köpping
inzwischen aus dem Rennen ist, hat auch sie engagiert gekämpft. Die Vorstellung
der Kandidaten auf der Regionalkonferenz am 10. Oktober d.J. auf dem Dresdener
Flughafen war beeindruckend. Petra Köpping wäre bestimmt eine gute Partei-Co-
Vorsitzende geworden, die die Interessen der Ostdeutschen im Auge gehabt hätte.
Ich erwarte, dass die Mitglieder unseres Ortsvereins sich an der Abstimmung
beteiligen, ist es doch inzwischen eine Abstimmung zum Kurs der SPD hinsichtlich
Bestand der GroKo geworden.
Übrigens erhält der SPD-Ortsverein am 7. November d.J. Besuch von einem
„Spiegel“-Reporter. Der „Spiegel“ bereitet eine Serie über die SPD vor, in welcher die
bundesweite Mitgliederbasis unmittelbar vor dem Anfang Dezember stattfindenden
Bundesparteitag zum Zustand der Partei befragt werden soll. Bei Interesse trefft Ihr
mich am 7. November 2019 mit dem Redakteur auf der Besuchertribüne zur
Stadtratssitzung. Ich berichte Euch bei nächster Gelegenheit.
Viele alte und neue Herausforderungen stehen vor uns: Umgehungsstraße,
landeseigene Verkehrsgesellschaft, Silbermannmuseum im Silbermann-Haus,
Bahnhofskonzeption, Sparkasse schließt Filialen usw. usf. Wir werden uns
einbringen, ohne dass wir auf alles reagieren können und müssen. Mitunter ist
Gelassenheit besser als Hektik.
Ich möchte alle auch noch einmal an unsere Weihnachtsfeier am 14. Dezember beim
Sauensäger in Blockhausen erinnern. Die Organisation läuft, nähere Informationen
folgen.
Jung und Alt müssen zusammenarbeiten und bereit sein, die Meinung der anderen
zu respektieren. Die Jungen sind schneller, aber wir Alten kennen die Abkürzung!

Jürgen Kretzschmar
Vorsitzender des Ortsvereins

 

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