SPD Mittelsachsen

SPD-Ortsvereine machen sich für Zug nach Dresden stark

Landespolitik

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Fotonachweis: © Rdnzl – stock.adobe.com

Dresden/Döbeln/Roßwein. Die SPD-Ortsvereine in Döbeln und Roßwein fordern in einem übereinstimmenden Beschluss die Reaktivierung der RB 110 zwischen Döbeln und Dresden. In dem Beschluss heißt es: „Wir fordern die zuständigen kommunalen Spitzen und die Verkehrsverbünde dazu auf, ein umfassendes Konzept zur Reaktivierung und Neukonzipierung der RB 110 vorzulegen und nach Abstimmung mit der Staatsregierung und den betroffenen Städten und Gemeinden umzusetzen.“ Die Döbelner Allgemeine berichtet in ihrer Ausgabe vom 11. Oktober 2018 (HIER zum nachlesen)

Konkret fordern der Döbelner SPD-Vorsitzende Sylvio Kolb und der Roßweiner SPD-Mitstreiter Torsten Stein (parteilos) eine möglichst durchgehende Verbindung zwischen Döbeln und Dresden, in einem 1-Einstunden-Takt in der Woche und mindestens einem 2-Stunden-Takt am Wochenende. So soll die Strecke in höchstens 60 Minuten zurückgelegt werden können.

Der Döbelner SPD-Vorsitzende Sylvio Kolb, der selbst als Lokführer arbeitet, erklärt dazu: „Die Abbestellung der Zugverbindung nach Dresden vor 3 Jahren war ein großer regionalpolitscher Fehler. Diese Kürzungspolitik von CDU und FDP konnte die SPD beenden. Unter Verkehrsminister Martin Dulig steht wieder mehr Geld für Züge und Busse zur Verfügung. Dieses Geld muss auch in der Region Döbeln ankommen und in die Reaktivierung der RB 110 investiert werden. Hier müssen die Verkehrsverbünde in Mittelsachsen und Meißen endlich liefern.“

„Die RB 110 bietet die Chance eine ganze Region und nicht nur die Stadt Döbeln wieder besser an die Landeshauptstadt anzubinden. Dafür kämpfen wir seit vielen Jahren auf unterschiedlichen Ebenen. Wir freuen uns mit Ministerpräsident Michael Kretschmer jetzt einen weiteren Unterstützer gewonnen zu haben. Ich hoffe, dass er als CDU Landesvorsitzender auch die Landräte für die Idee gewinnen kann. Jetzt muss es konkret werden“, ergänzt Torsten Stein aus Roßwein, der sich als Parteiloser im SPD-Ortsverein engagiert.

 

Damit unterstützen die SPD Ortsvereine die Forderung des SPD-Landtagsabgeordneten Henning Homann, der sich seit vielen Jahren für eine besser Anbindung der Region Döbeln an Dresden stark macht und dazu immer wieder konkrete Vorschläge macht. Hier kann das Eckpunktepapier zum Thema Bus und Bahn von Henning Homann angeschaut werden. Anfang des Jahres hielt Homann eine Grundsatzrede zur Verkehrspolitik, wobei er genauer auf die Probleme in seiner Heimatregion einging.

Hier der Beschluss der SPD-Ortsvereine Döbeln und Roßwein im wortlaut:

RB 110 reaktivieren - Ein Baustein für die Zukunft der Region Döbeln

Wir wollen unserer Region eine gute Zukunftsperspektive geben.  Wir wollen die Region Döbeln dazu langfristig an die positiven Entwicklungen der Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz koppeln. Eine gute Bahnanbindung an die Großstädte ist dafür ein entscheidender Baustein.

Die Abbestellung der Zugverbindung nach Dresden vor 3 Jahren war ein großer regionalpolitscher Fehler und die Folge der brutalen Kürzungspolitik von CDU und FDP zwischen 2010 und 2014. 

Diese Kürzungspolitik wurde durch die aktuelle Koalition aus CDU und SPD beendet. Auch für den ÖPNV/SPNV wurde unter Verkehrsminister Martin Dulig wieder deutlich mehr Geld zur Verfügung gestellt und Planungssicherheit geschaffen. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung für die Reaktivierung der RB 110 zwischen Döbeln und Dresden geschaffen. Zu unserem großen Bedauern setzen die verantwortlichen Verkehrsverbünde VVO und VMS sowie deren Führungs- und Aufsichtsgremien aus kommunalen Spitzenvertretern andere Prioritäten.

In der Region Döbeln, dem Landkreis Mittelsachsen und dem Landkreis Meißen engagieren sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger für die Reaktivierung der RB110 von Leipzig über Döbeln, Meißen nach Dresden. Seit Jahren ist die SPD Teil dieser Bewegung. Für freuen uns, dass auch der Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Michael Kretschmer sich für die Reaktivierung der RB 110 ausgesprochen hat. Wir verbinden damit die Hoffnung, dass der Widerstand der Landräte mit CDU-Parteibuch endlich aufgelöst werden kann.

Wir fordern die zuständigen kommunalen Spitzen und die Verkehrsverbünde dazu auf ein umfassendes Konzept zur Reaktivierung und Neukonzipierung der RB 110 vorzulegen und nach Abstimmung mit der Staatsregierung und den betroffenen Städten und Gemeinden umzusetzen.

Eckpunkte eines solchen Konzepts sollen sein:

  • Wir wollen eine durchgehende Verbindung zwischen Leipzig über Grimma, Döbeln, Meißen nach Dresden. Umstiege sollten, falls irgendwie möglich, vermieden werden.
  • Wir wollen eine einstündige Taktung in der Woche und eine zumindest zweistündige Taktung am Wochenende.
  • Die Strecke zwischen Döbeln und Dresden sollte in höchstens 1h zurückgelegt werden. Sollten dafür Investitionen in die Infrastruktur notwendig sein, sind diese zumindest mittelfristig zu gewährleisten.
  • Wir begrüßen die geplanten Investitionen in den Busverkehr. Dieser kann und soll aber den Bahnverkehr nicht ersetzen, sondern kann ihn nur ergänzen. Der Busverkehr soll als Zubringer für den Zugverkehr weiterentwickelt werden.

Hier steht der Beschluss zum Download zur Verfügung

 
 

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